Forschung und Projekte

Die Qualität Ihrer Produkte hängt davon ab, ob die verwendeten Werkstoffe, Oberflächen und Beschichtungen (Grenzflächen) die vorgesehenen technischen Funktionen perfekt erfüllen. Die Werkstoffeigenschaften Ihrer Produkte zu erhalten und zu verbessern liegt uns am Herzen. Wir forschen und entwickeln in unserem akkreditierten Labor für Sie an individuell zugeschnittenen Lösungskonzepten.

Durch das effiziente Zusammenspiel moderner Prüfmethoden und Messgeräte, dem komplexen Fachwissen sowie der Erfahrung unseres Teams in einem nach DIN EN 17025 akkreditiertem Prüflabor, verstehen wir uns als aktives Kompetenzzentrum für alle Fragen rund um Lackoberflächen, Anstrichstoffe, Beschichtungen und artverwandte Produkte.

Im Rahmen unserer Förderprojekte versuchen wir spezifische Schwachstellen in Bezug auf Prüfungs- und Kalibrierungsverfahren zu erkennen und genau dort mit einem innovativen Lösungskonzept anzusetzen.

Setzen Sie sich mit uns in Verbindung, um auch Ihrer Idee ein Gesicht zu geben!

EuroNorm - ZIM EP13 1107

Hintergrund:

Auf dem aktuellen Stand der Forschung fehlt bislang ein Verfahren, mit dem die Wirksamkeit einer Analyse der Technischen Sauberkeit überprüft werden kann. Dies bedeutet, dass trotz der Vorgabe der Verfahrensweise derzeit die Ergebnisse von Sauberkeitsprüfungen, die an identischen Bauteilen mit stets einmaliger Verunreinigung in unterschiedlichen Laboratorien durchgeführt werden, erheblich voneinander abweichende Resultate erzielen. Zwar werden üblicherweise die Blindwerte des verwendeten Prüfequipments, beispielsweise des bei der Extraktion eingesetzten Reinigungskabinettes, aufgenommen, jedoch ermöglichen diese keine Aussage darüber, wie viele Partikel während der einzelnen Teilschritte der Sauberkeitsprüfung verloren gehen und somit gravimetrisch sowie lichtmikroskopisch nicht erfasst werden.

RIO-Kalibriernormale:

Innovativer Lösungsansatz der RIO GmbH ist es, künstlich hergestellte Partikelpräparate als Standards einzusetzen, mit denen sowohl die Analysetechnik als auch der Reinigungsschritt überprüft werden können. Die Anwendung der Partikelpräparate, speziell die Applikation und die gravimetrische Analyse, sollen dabei nach detailliert beschriebener Vorgehensweise durchgeführt werden. Um die Kontamination durch Partikel realitätsnahe (und auf das Material des Prüfobjektes abgestimmt) abbilden zu können, werden Aluminium-, Edelstahl- und Kunststoff-Kalibriernormale seitens der RIO GmbH angeboten. Aluminium- und Edelstahl-Kalibriernormale basieren auf einer hydrophoben Matrix, welche in industriell eingesetztem Kaltreiniger löslich ist. Die Matrix des Kunststoff-Kalibriernormals wurde hingegen auf hydrophiler Basis entwickelt und ist in VE-Wasser löslich. Die Partikelgröße beträgt für alle verwendeten Partikel < 1 mm Durchmesser.

Mehr Informationen unter: www.cleanalytics.de/fachkompetenzen/rio-kalibriernormale/

LumoFilm - Einstieg noch möglich!

Hintergrund und Projektziele

Die Herstellung spanend oder verformend gefertigter Bauteile ist ohne die Verwendung von Stanzölen, Kühlschmiermitteln oder anderen organischen Prozessstoffen kaum möglich. Sollen die Bauteile anschließend z.B. beschichtet, verklebt oder geschweißt werden, so müssen die Hilfsstoffe wieder durch Reinigung entfernt werden, denn oberflächlich zurückbleibende Reste können bei den weiteren Bearbeitungsschritten zur erheblichen Qualitätsmängeln führen.

Bislang ist es nur mit aufwendigen Verfahren, wie z.B. Infrarot-Spektroskopie (IR) oder Gaschromatographie (GC), möglich, die Bauteiloberflächen auf das Vorhandensein von Filmischen Verunreinigungen zu prüfen.

Im Projekt LumoFilm soll im Verbund mit Herstellern, Verarbeitern und Anwendern eine sichere und gleichzeitig fertigungsnahe Lösung zum kostengünstigen Nachweis Filmischer Verunreinigungen erarbeitet werden.

Projektschwerpunkte und -Leistungen

Schwerpunkt des Projektes LumoFilm ist es, einen lumineszierenden Markierungsstoff zu finden, der problemlos nahezu allen in der Fertigung zum Einsatz kommenden Prozessstoffen zugesetzt werden kann, ohne deren Funktion zu beeinträchtigen. Gleichzeitig soll dieser Markierungsstoff dazu dienen, Filmische Verunreinigungen kostengünstig, schnell und praxisnah nachweisen zu können.

Die Projektschwerpunkte sind:

  • Definition eines universell geeigneten Markierungsstoffes
  • Erarbeitung einer geeigneten, kostengünstigen und praxisnahen Nachweismethode
  • Auswahl zu markierender Prozessstoffe in Zusammenarbeit mit den Projektteilnehmern
  • Erprobung der markierten Prozessstoffe in der Fertigung und Bewertung der Prozesstauglichkeit
  • Durchführung von Reinigungsversuchen
  • Erprobung der Nachweismethode an den gereinigten Bauteilen und Bewertung der Nachweisbarkeit

uniCORRn

Hintergrund und Projektziele

Im Bereich der Korrosion gibt es auf dem aktuellen Stand verschiedene Arten von Prüfungen unter abweichenden Bedingungen, z.B. Kondenswasserkonstantklima (DIN EN ISO 6720-2), Salzsprühnebel (DIN EN ISO 9227) oder Klimawechsel sowie diverse Korrosionswechselprüfungen. Diese Prüfungen werden vorwiegend in sich wiederholenden zahlreichen Zyklen durchgeführt, was lange Prüfdauern (von mehreren Wochen!) zur Folge hat. Daraus resultieren hohe Kosten und eine gewisse Unsicherheit durch die lange Warte- Reaktionszeit.

Zielsetzung des Projektes uniCORRn ist Effizienzsteigerung von Korrosionsprüfungen durch Ergebnisvorhersage nach kurzer Zeit und wenigen Zyklen. Dazu wird die Quantifizierung der korrosiven Degradation angestrebt, d.h. die Erfassung der Korrosion in Abhängigkeit von der Zeit. Dazu soll die Korrosion als Funktion der Zeit mit spezifischen Parametern angegeben werden, welche es inerhalb bestimmter Grenzen ermöglicht, das Ergebnis von vielen Testzyklen bereits nach wenigen Zyklen abzuschätzen. Somit bleibt der eigentliche Test unverändert bestehen, jedoch kann das zu erwartende Ergebnis bereits nach wenigen Zyklen abgeschätzt werden. Künftig könnten basierend auf den gewonnenen Ergebnissen neue, schnellere Korrosionsprüfungen mit funktionellem Bezug zu bestehenden Prüfungen entwickelt werden.

Geplante Projektschwerpunkte

  1. Herstellung definiert beschichteter Proben sowie Beschaffung kommerziell beschichteter Proben
  2. Definition der Korrosionsprüfung
  3. Charakterisierung der Proben vor und während der Korrosionsprüfung(en)
  4. Statistische Auswertung: Herleitung eines funktionellen Zusammenhangs
  5. Validierung durch dauerhafte Anwendung auf realen Bauteilen
  6. Rückschluss auf andere Korrosionsprüfungen
  7. Entwicklung einer beschleunigten Korrosionsprüfung (ggf. als Folgeprojekt)